Home  Reisen und genießen  Städtereisen  Vergangene Reisen

 

Infos  Reiseverlauf  Reiseziel  Buchung

1. Tag, Donnerstag: 24.06.2010

Wir treffen uns in Eibelstadt am Spätnachmittag. Nach der Begrüßung mit einem fränkischen Secco spazieren wir gemeinsam am Main entlang nach Randersacker zum ‚Teufelskeller’. In dieser nicht nur von Würzburgern schon seit Jahrzehnten gerne besuchten Weinstube probieren wir zu leckeren ‚Blauen Zipfeln’ einen ersten Schoppen. Zurück nach Eibelstadt geht’s mit dem (Linien) Bus.

2.Tag, Freitag: 25.06.2010

Mit dem (Linien) Bus geht es zunächst bis zur Haltestelle Teufelskeller’. Anschließend Wanderung zum ‚Altfränkischen Wengert’. “Der attraktive, von Hand bebaute Weinberg in der steilen Spitzenweinlage Pfülben (Pfühl = Kissen) mit Schildmauern, Treppensteige, Lesesteinriegel, Bildstöcken und der althergebrachten Begleitflora ist einer der bedeutendsten bayerischen Museumsweinberge, eine beispielhaft schöne mainfränkische Kulturlandschaft, wie es sie nur noch selten gibt. Vorherrschend ist die historische pfahlunterstützte Kopferziehung mit dem fränkischen Qualitätsmischsatz aus zehn Rebsorten. Über hundert verschiedene Gräser, Pflanzen und Stauden haben sich angesiedelt, die den zahlreichen auf der roten Liste stehenden Wildbienen wichtige Nahrungsgrundlage bedeuten (Quelle: www.randersacker-info.de). Nach einer kleinen Weinprobe ist es nur noch eine kurze Wegstrecke bis nach Randersacker. Wir entdecken mit einer Gästeführerin die Perlen des mittelalterlichen Weinorts, ehe wir zum Weingut Schmitt’s Kinder fahren. Hier wird schon seit fast 300 Jahren Wein angebaut. Vor allem die Liebhaber großer, trockener Gewächse werden sich für die ‚Trias’-Weine begeistern. Unter diesem Namen, benannt nach dem Erdzeitalter, das in Franken vor ca. 225 Mio. Jahren die weltweit einzigartigen Weinlagen der Gesteinsformationen Buntsandstein Muschelkalk-Keuper entstehen ließ, haben sich fünf qualitätsversessene, leidenschaftliche Winzer der Erzeugung unverwechselbarer, terroirgeprägter, großer trockener Weine verschrieben. Einer von ihnen ist Karl-Martin Schmitt mit seiner Familie, Winzer in der 10. Generation in einem der führenden Weingüter Frankens mit Weingärten in den Randersackerer Grand Cru-Lagen. Gemeinsam versuchen wir hier die Frage zu klären: Kann man das Terroir schmecken? Zu den Weinen schmeckt die dazu gereichte fränkische Brotzeit köstlich. Gestärkt geht es weiter Richtung Lindelbach durch eine abwechslungsreiche Triaslandschaft vorbei an Weinbergen und Steinbrüchen zunächst zum Naturdenkmal Steinbruch am Schlossplatz. Er ist von landschaftlicher Schönheit und geologischer Attraktivität. Der dort früher abgebaute Quaderkalk entstand vor etwa 220 Millionen Jahren als Ablagerung im Muschelkalkmeer des „Trias“ genannten Erdmittelalters. Dort kann die Zerklüftung des Quaderkalks anhand eines überdimensionalen Schachbretts - der Lindelbacher „Urmeersohle“ - beispielhaft als bestens ablesbare geologische Störung (Flexur) besichtigt werden. Den welteinmaligen Quaderkalk - so die Geologen - gibt es nur zwischen Rothenburg ob der Tauber und Würzburg. Jetzt ist es nur noch ein kurzer Weg durch die Weinberge nach Eibelstadt Bei einem Bummel durch den malerischen Weinort verrät Gästeführerin Dr. Gabriele Brendel viele nette kleine Geschichten über Eibelstadt, seine pfiffigen Bewohner und seine köstlichen Weine. Am Abend haben wir im Torturmtheater von Veit Relin in Sommerhausen Plätze reserviert. Eine nicht ganz alltägliche Liebesgeschichte verbirgt sich hinter dem Titel „DAS ERSTE MALvon Michal Walczak. Ein Mann liebt eine Frau. Es könnte alles so einfach sein, wenn - ja, wenn SIE nicht eine ganz bestimmte Vorstellung vom "ersten Mal" hätte. Vorher stimmen wir uns noch mit einem Glas Winzersekt und den ersten beiden Gängen eines leckeren Menüs auf den künstlerischen Genuss ein. Um 20:00 Uhr besuchen Sie die Vorstellung, und zum Abschluss des Abends genießen Sie zwei weitere Gänge unseres fränkischen Menüs. Nach Sommerhausen und wieder zurück fahren wir mit dem (Linien) Bus.

3.Tag, Samstag: 26.06.2010

Fahrt mit dem (Linien) Bus nach Würzburg. Der erste Stopp dieses Tages ist im „Hockerle“ des Bürgerspitals, dem ältesten Wein-Stehausschank in der Stadt. Anschließend bummeln wir zu Dom, Lusamgärtchen und Alter Mainbrücke, einem der schönsten Plätze der Stadt. Von hier schweift der Blick vom Fluss über die Weinberge hoch zur Festung Marienberg, die mächtig über der Stadt thront. Jetzt ist Zeit für eine Stärkung, und der Marktplatz wartet auf uns. Am Frank&Frei-Stand lassen wir uns Ziegenkäse und Wein schmecken und bummeln anschließend über den ‚Grünen Markt’. Selbstvermarkter aus der Umgebung bieten hier Ihre frischen Waren neben den zahlreichen festen Marktständen, z.B. dem Würzburger Honighaus, an. Unsere Mittagspause legen wir heute im ‚Maulaffenbäck’ ein, einem der letzten ‚Bäcks’, die für Würzburg früher so typisch waren. Am Spätnachmittag Führung durch den Weinkeller des Juliusspitals mit kleiner Weinprobe. Nicht fehlen darf dabei die Besichtigung der herrlichen, noch vollständig erhaltenen und kunsthistorisch äußerst interessanten Rokoko-Apotheke. Ein Abstecher der besonderen Art wartet am Spätnachmittag im Bürgerspital auf Sie: Das Hofschoppen-Fest im barocken Innenhof. Der Tag in Würzburg wird – wie könnte es anders sein – von einem ausgezeichneten fränkischen Menü abgerundet, zubereitet für Sie im ‚Stachel’, Würzburgs ältestem Restaurant von Richard Huth (Eurotoques-Chefkoch und seit Jahren Mitglied im Slow-Food Convivium Mainfranken-Hohenlohe)

4. Tag, Sonntag: 27.06.2010

Mit dem Besuch eines weiteren „wehrhaften Zwergs am Main“, Frickenhausen, beschließen wir unser fränkisches Wochenende. Von der weit über Franken hinaus bekannten Valentinuskapelle aus genießen wir mit unseren Augen den besten Blick auf den Ort und mit unserer Nase und dem Gaumen die vorzüglichen Weine des Weinguts Bickel-Stumpf. Ein letztes Mal lassen wir uns mit fränkischen Köstlichkeiten verwöhnen. In der Weinstube Ehrbar in Frickenhausen, einem der ältesten Gebäude des Ortes, erwartet uns rustikale Gemütlichkeit. Hier ist alles echt - von der Freundlichkeit bis zu den regionalen Zutaten: Genießen auf fränkisch!